Aktuelles aus unserer Pfarreiengemeinschaft


Regelungen zum eingeschränkten Gottesdienstbesuch

Unter Beachtung strenger Vorschriften dürfen ab dem 4. Mai 2020 Gottesdienste wieder öffentlich gefeiert werden. Hier können Sie diese wichtigen Informationen einsehen.

Die Hygieneregeln wurden inzwischen angepasst. Folgendes ist unbedingt einzuhalten:

Ermutigung zum 14. Sonntag im Jahreskreis

  • Hausgebet
  • Meditation / Gedanken zum Sonntag
  • Liebe Gemeindemitglieder aus der Pfarreiengemeinschaft, liebe Freunde und Bekannte,

    "Kommt her und ruht euch aus!" - so ruft uns Jesus an diesem Sonntag, dem Ruhetag der Woche in seine Nähe. Für mich ist trotz aller Vorbereitung der Sonntag wirklich der Tag, an dem ich ankommen, bei mir ankommen kann.

    Mein Inneres, das durch die Wochentage hindurch oft in Wallung geriet, darf aufatmen, wieder in Einklang kommen; die Trias von Leib, Seele Geist soll positiv in harmonische Stimmung zurückfinden. "Tu deinem Leib etwas Gutes, damit deine Seele Lust hat darin zu wohnen!" - sagt die Mystik. Leib und Seele brauchen Ruhe, das muss am Sonntag der Geist / Verstand einsehen. Der Verstand, mit dem wir Leib und Seele gerne beherrschen wollen, braucht ebenso eine "Aus-Zeit" im Denken. Nur so ist der Sonntag zweckfrei und dient dazu, über das nachzusinnen, was unser Leben ausmacht. Vieles, was unverarbeitet blieb während der Woche, was uns belastet, darf ich ablegen, darf ich nachkommen lassen - ich beuge vor, dass es mich nicht irgendwann einholt und negativ überrascht oder tief in meinem Inneren vergraben wird und mich trotzdem "lahmlegt".

    Leg dein Wochenbündel ab vor Gott (zu Beginn jeder Messe im Bußakt oder in der persönlichen Vorbereitung vor dem Gottesdienst) und lass in der Stille, im Hören und Verweilen vor Gott deine Seele vor ihm nachkommen, atme auf in der Begegnung mit Christus in der Kommunion als Stärkung für deinen Lebensweg in der neuen Woche, denn dazu lädt er DICH ein mit den Worten: "Komm zu mir, der Du mühselig und beladen bist, ich will dir Ruhe verschaffen, dein Inneres erquicken!"

    Nur wenn unser Inneres, unsere Seele nachkommt, können Leib und Geist wirksame Leistungen vollbringen - sind wir aktiv. Deaktivieren wir nicht unsere Vitalität, indem wir dem Sonntag nicht mehr die Chance geben, die Seele vor Gott baumeln zu lassen und neuen Schwung für den Alltag zu bekommen. Geben wir dem Glauben an Gott einen neuen Schub - wir tun uns selbst etwas Gutes.

    Vieleicht sehen wir die Coranakrise auch als eine Chance, damit manches, was nicht mehr im rechten Lot lag, aufgearbeitet und so "nachkommen", richtig ankommen kann und Veränderung bewirkt.

    Ich wünsche Euch einen erholsamen Sonntag

    Euer Pfr. Herbert Mader

    Dokumente zum 13. Sonntag im Jahreskreis

  • Hausgebet
  • Hausgottesdienst der Jesuitenkirche St. Ignatius
  • Liebe Gläubigen der Pfarreiengemeinschaft, liebe Freunde und Bekannten,

    am heutigen Samstag wurden im Regenburger drei Neupriester geweiht. Eigentlich wäre ich in diesem Jahr gerne dabei gewesen, coronabedingt war es nicht möglich. 1995 wurde ich mit 11 Mitbrüdern geweiht. Wie bei Ehepaaren der Hochzeitstag, so sind für mich der Weihetag und der Primiztag etwas besonderes im Lauf des Jahres.

    "Wir wollen nicht Herren über euren Glauben sein, sondern Diener zu eurer Freude!" Mit diesen Worten des Hl. Paulus aus dem zweiten Korintherbrief (2 Kor 1,23) habe ich meinen priesterlichen Dienst begonnen und möchte ihn auch weiterhin darunter stellen. Es ist manchmal nicht leicht, die Freude, die innerlich erfüllt auch überspringen lassen zu können, da manches im Alltag die Freude verderben möchte, und den Glauben ohne Autorität zu verkünden ist vielfach ein Spagat, da ich als Pfarrer verschieden "funktionieren" muss und Glaube und "Amt" oft widersprüchlich sind. Jesus ruft uns im heutigen Sonntagsevangelium zur Kreuzesnachfolge auf und verweist darauf, dass es kein Kinderspiel, sonders Ernstfall bedeutet "hinter ihm herzugehen" (= wörtliche Übersetzung von "nachfolgen"). Rückblickend erkenne ich, dass es viele Kreuze gab, dass das Kreuz verschiedene Formen und Gesichter zeigt. Doch ich wurde in dem Leid, das mir begegnete und auch mich verwundete, von dem Gekreuzigten getragen und er half mir durchzustehen und auch wieder aufzustehen und weiterzugehen. Vieles, was Außenstehende nicht miterleben, hat innerlich Kraft gegeben, manches was spektakulär für die Öffentlichkeit an unserem Dienst ist, wodurch wir "glänzen vor den anderen" verführt eher zur Eitelkeit und bringt uns weg vom Kreuz. So ist der Alltag mit seiner Mühe oft auch das Schöne und Bereichernde des Dienstes, wenn einem Mitchristen da geholfen werden kann, wo es keiner mitbekommt. Dann bin auch ich nicht Herr des Glaubens und Diener zur Freude, da wo ich einfach nur der Mitbruder in Christus bin - und nicht der Stadtpfarrer oder Dekan.

    Wenn ich in den nächsten Tagen ganz schlicht und einfach (ohne aufwändige Feier) bei den Gottesdiensten zum Weihe- und Primiztag Gott danke, dass er mich in den priesterlichen Dienst gerufen hat - mit und für die Gemeinde -, dann denke ich besonders an alle, die ich in den 25 Jahren begleiten durfte und im Glauben zu stärken versuchte. Ich blicke auf unzählige Begegnungen in Gemeinden und Pfarrhäusern, die gut taten und stärkten, ich bitte aber auch um Vergebung, wo ich hinter dem Anspruch und den Erwartungen zurückblieb, die an mich und die Kirche gestellt wurden und werden. Ich danke meinem Herrn, dass er es mit mir geduldig aushielt und mich immer wieder tagtäglich neu sendet, für ihn die Netze auszuwerfen, um Menschen für ihn und nicht für mich zu begeistern. Ich bitte euch in diesen Tagen um euer Gebet und die Treue zu Christus. Das ist das kostbarste Geschenk, das ihr mir machen könnt, das zugleich auch einen großen Gewinn für euch bedeuten soll.

    Gott segne euch und stärke euch mit der Freude an unserem Glauben - auf dass wir noch oft ihn miteinander feiern dürfen

    Euer Pfr. Herbert Mader

    Wegen der Vereinfachung des Schreibens an Personen, mit denen ich auf Du-Ebene kommuniziere und denen, die ein Sie gewohnt sind, bitte ich um Verständnis, wenn ich diese Briefe in "Ihr" und "Euch" schreibe und so auch die Anstandsregeln und sonst übliche Kommunikation wahren möchte.

    zurück zur vorherigen Seite